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Die Zerstörung der Commons

Von der Allmende zur Ausbeutung: Was sind die „Commons“?

Nach der Arbeit an Das Kapital untersuchte Marx alte Kulturen und deren Gesellschaftsformen. Dabei entdeckte er ein verbindendes Element: Viele Lebensgrundlagen wurden gemeinschaftlich genutzt und verwaltet. Er nannte dies „Gemeingüter“ oder „Allmende“ – im Buch werden sie als Commons bezeichnet.

Zu den Commons zählen lebenswichtige Ressourcen wie Land, Wasser, Wälder, aber auch gesellschaftlich geteilter Reichtum. Das Prinzip war einfach: Die Gemeinschaft sorgte dafür, dass diese Güter nachhaltig gepflegt, gerecht verteilt und nicht zerstört wurden. Einige dieser Strukturen haben sich bis heute erhalten.

Im Kapitalismus ist das Gegenteil der Fall: Land und Ressourcen werden privatisiert. Wer sie besitzt, kann damit tun, was er will – und die Natur auf Gedeih und Verderb für den maximalen Profit ausbeuten.