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Der Ausweg – Die 3,5-Prozent-Regel
Die Degrowth-Republik: Wie aus vielen kleinen Funken eine Revolution wird
Der Ausblick des Buches macht Mut. Er beschreibt weltweit unzählige Initiativen, die dem Kapitalismus schon heute die Stirn bieten. Es geht um Selbstverwaltung, solidarische Landwirtschaft und die lokale Produktion von Gütern. Es geht darum, die Commons – also Wasser, Energie, Wohnraum und Nahverkehr – wieder in die Hände der Bürger zu geben.
Einzeln wirken diese Projekte wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Doch zusammengefügt zeigen sie das Bild einer neuen Welt. Sie weisen den Weg weg von einer drohenden Klimabarbarei oder einem Klimafaschismus, hin zu einer Gesellschaft, die auf gegenseitiger Hilfe und globaler Gerechtigkeit basiert. Besonders die Industrienationen müssen hierbei von den indigenen und sozialen Bewegungen des globalen Südens lernen, die sich dem Raubbau schon seit Jahrhunderten widersetzen.
Wie schaffen wir die Wende? Mit der 3,5-Prozent-Regel. Die Politikwissenschaft zeigt: Wenn nur 3,5 Prozent der Bevölkerung entschlossen, organisiert und gewaltfrei für eine Veränderung aufbegehren, stürzt jedes System um oder gerät ins Wanken. Fridays for Future und Greta Thunberg haben bewiesen, wie schnell aus einem Funken eine Weltbewegung werden kann. Um die Demokratie neu auszurichten, müssen wir die Bürgerbeteiligung (wie z. B. durch Bürgerräte) massiv stärken. Jeder Einzelne ist gefragt, sich einzubringen, damit wir diese 3,5 Prozent erreichen und eine lebenswerte Zukunft erkämpfen.