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Die Kreditfalle und das Prinzip der "Economic Hitmen"
Während die Weltbank vorgibt, sich auf den Wiederaufbau und die Finanzierung von Entwicklungsprojekten zu konzentrieren, arbeiten beide Institutionen Hand in Hand nach einem räuberischen Prinzip. Während des Kalten Krieges ermutigten westliche Staaten die Entwicklungsländer gezielt dazu, astronomische Kredite aufzunehmen – angeblich, um die Modernisierung der Infrastruktur voranzutreiben. Dabei wurde das Geld bewusst auch an korrupte Diktatoren und autokratische Regime floskelhaft vorbeigewinkt, die sich persönlich bereicherten und ihre Länder im Schuldenchaos versenkten.
Die Vergabe dieser Kredite war und ist strikt an politische und wirtschaftliche Auflagen geknüpft. Das primäre Ziel dieser Konditionen ist selten die Entwicklung einer autarken, gesunden Volkswirtschaft. Es geht vielmehr darum, die Rückzahlung der Schulden inklusive Zinsen zu garantieren und die Märkte dieser Länder für westliches Kapital zu öffnen. Selbst wenn hochgradig verarmten Ländern zinslose Kredite gewährt werden, geschieht dies nicht aus Altruismus, sondern um sie politisch und wirtschaftlich gefügig zu machen.
John Perkins, Autor des Bestsellers „Confessions of an Economic Hit Man“, beschrieb seine damalige Aufgabe wie folgt:
„Ich arbeitete daran, die Länder, die diese Kredite aufnahmen, in den Bankrott zu treiben […], damit sie ihren Gläubigern auf ewig verpflichtet wären und ein leichtes Ziel darstellten, wenn wir Gefälligkeiten brauchten – darunter Militärstützpunkte, UN-Stimmen oder den Zugang zu Öl und anderen natürlichen Ressourcen.“