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Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe
Hilfe zur Selbstzerstörung: Wie der Westen an der Armut verdient
Warum passiert diese Umverteilung nicht? Weil die offizielle Entwicklungshilfe der Industrienationen – wie auch der deutschen Bundesregierung – in der Realität selten eine uneigennützige Einbahnstraße ist. Es geht dabei primär um knallharte Geschäfte für die eigene Exportwirtschaft.
Besonders perfide zeigt sich das in der Landwirtschaft. Statt lokale Kleinbauern darin auszubilden, unabhängig und angepasst an ihr Klima eine nachhaltige, traditionelle Landwirtschaft zu betreiben, wird ihnen das westliche Industrie-Modell aufgezwungen.
| Das westliche "Hilfs"-Modell | Die Folge für den globalen Süden | Wer profitiert wirklich? |
| Hybrides & genverändertes Saatgut | Bauern können keine eigenen Samen für das nächste Jahr ernten. | Westliche Agrarkonzerne (Monopole) |
| Zwang zu Pestiziden & Kunstdünger | Böden laugen langfristig aus, Grundwasser wird vergiftet. | Chemische Industrie des Westens |
| Verkauf teurer Landmaschinen | Reiche Großbauern verdrängen Kleinbauern für den Export-Anbau. | Westlicher Maschinenbau (Ersatzteilgeschäft) |
Das Ziel dieser Politik ist nicht Unabhängigkeit, sondern die Erzeugung von systemischer Abhängigkeit und
Profit. (Dokumentiert unter anderem in Berichten von Thürigen Radio.
und der Fernsehdokumentation "Konzerne als Retter- Das Geschäft mit der Entwicklungshilfe".

Macht Wirtschaftswachstum überhaupt glücklich?
Die Entwicklungsökonomie behauptet gebetsmühlenartig, Wachstum bringe Wohlstand und Glück. Die Realität zeigt: Sobald die existenziellen Grundbedürfnisse der Menschen gedeckt sind, bricht die Korrelation zwischen Wirtschaftswachstum und Lebensglück komplett ab.
Ein direkter Vergleich belegt, dass die Organisation von Verteilung viel wichtiger ist als das nackte Bruttoinlandsprodukt (BIP): In den europäischen Ländern ist das BIP pro Kopf oft spürbar niedriger als in den USA. Dennoch bietet der europäische Sozialstaat (durch universelle Gesundheitsversorgung, kostenlose Hochschulbildung und soziale Netze) eine weitaus höhere Lebensqualität. In den USA hingegen führt ein einziger Krankheitsfall oft zur unrettbaren privaten Verschuldung, Armut und Obgachlosigkeit.
Die USA als größte Wirtschaftsmacht der Erde dümpeln im Human Development Index (HDI) der UN weit hinten auf Platz 13 herum, während das stark umverteilende Norwegen die Spitzenposition einnimmt. Höheres Wachstum bedeutet eben nicht besseres Leben, wenn der Ertrag nur bei den obersten 1 Prozent landet.